Bevölkerungswachstum, anhaltende starke Migrationsströme und Entwicklung im Cyberbereich spiegeln sich in der Kriminalstatistik
Besonders betroffen sind gemäss Regierungsrat Fehr, welcher zusammen mit Jann Leutenegger, Chef Kripo Kantonspolizei und Andrea Jung-Höhener, Chefin Kriminalabteilung der Stadtpolizei Zürich, informierte, die Bereiche Vermögensdelikte, digitale Kriminalität und Gewaltdelikte. Die Zunahme spiegelt die gesellschaftlichen Entwicklungen wie Bevölkerungswachstum und anhaltend starke Migrationsströme wider.
Die polizeiliche Kriminalstatistik 2024 zeigt für den Kanton Zürich eine Zunahme der Straftaten (StGB) von 5.9% (Schweiz im gleichen Zeitraum: rund 8%).
Die Bevölkerung nahm in den Jahren 2014 bis 2024 um 11.9% zu, die Kriminalität um 11.9%.
Mit fast 73’000 registrierten Fällen befinden sich die Vermögensdelikte auf dem höchsten Stand seit 2013, Gewaltdelikte haben im letzten Jahr um 3% zugenommen, Diebstähle aus Fahrzeugen aufgrund gezielter Massnahmen auch im Bereich „Kriminaltourismus“ abgenommen.
Cyberbetrug ist der am stärksten wachsende Bereich von Delikten gegen das Strafgesetzbuch – er stieg um 46%!
Im Bereich der häusliche Gewalt und familiärer Differenzen musste die Polizei im Durchschnitt in unserem Kanton 21 Mal pro Tag ausrücken.
Regierungsrat fordert Verstärkung des Jugendstrafrechts/weiterer Aufwuchs der Kapo
Der Regierungsrat fordert eine Verstärkung des Jugendstrafrechts in unserem Land und hat anlässlich einer kürzlich erfolgten Vernehmlassung diese Forderung mittels eines Briefes an den Bund gestellt.
Der Regierungsrat hat einen weiteren Aufwuchs um 108 Stellen bei der Kapo auf einen Sollbestand von 2425 Stellen bis ins Jahr 2027 beschlossen
Gänzlich fehlender Fokus (in der Medienkonferenz): Wie steht es mit dem Fokus auf Betäubungsmittel-Delikte trotz „Kokain-Schwemme“? Wie steht es um die Grosskriminalität/Organisierte Kriminalität (siehe Legislaturziel des Regierungsrates zu „Strukturkriminalität)
Es fällt generell auf, dass kein gezielter Fokus auf die Kokain-Schwemme gesetzt wird und wurde – trotz alarmierender Feststellungen und entsprechender Berichterstattung aus der Landespresse (siehe u. a. „Kokain Flut – wie die Droge die Schweiz überschwemmt, NZZ 20.1.2024).
Gemäss Aussage von Frau Jung-Höhener fokussiert sich ihre Behörde auf den „Schweren Handel“, welcher leicht abgenommen habe: Es muss davon ausgegangen werden, dass die vermeldete Abnahme von 5.9%!! von Betäubungsmitteldelikten auf die Einstellung oder marginalisierte Verfolgung von Delikten wegen Konsums- und Handel von Hanf- und Cannabisprodukten herzuführen ist.
Missverhältnis Vertretung Staat – Vertreter Medien
Nach einer Medienkonferenz der Gesundheitsdirektion, nun das gleiche Bild anlässlich der jährlichen Medienkonferenz von Vertretern von Stadt und Kanton Zürich zur Polizeilichen Kriminalstatistik, PKS:
Was die Teilnehmer seitens der Behörden betrifft: 1 Regierungsrat, 2 Chefbeamte und 17! Vertreter seitens des Staates (Verwaltung, Polizei und Medienabteilungen) – nur 7 Teilnehmer seitens der Medien.
Es fehlte auch dieses Jahr Stadträtin Karin Rykart, Vorsteherin des Sicherheitsdepartements der Stadt Zürich, dies obwohl der die Medienkonferenz auch dieses Jahr leitende Regierungsrat und Kantonale Sicherheitsdirektor Mario Fehr zu einem grossen Teil über die Bekämpfung der Kriminalität auf dem Gebiet der Stadt Zürich berichtete.
Fazit
- Der fehlende Fokus (anlässlich der Medienkonferenz) auf den massiven Anstieg des Kokainkonsums in unserem Kanton war auffällig.
- Der Bereich Struktur-Kriminalität/Grosskriminalität) wurde anlässlich der Medienkonferenz gänzlich ausgeblendet!